Februar-Treff:

Günther Miksch mit Brigitte Otto u. Flugkapitän Gerhard Güttel
Diskussion nach dem Vortrag in der IG Luftfahrt

| 11. Februar  2016 , 17.30 Uhr |

Absturz einer Tu 154 nach Kollision vor Namibia

 

Vortrag von Günter Miksch


 

Am 13. September 1997 ereignete sich eine der  größten Katastrophen der Flugbereitschaft der Bundesluftwaffe 

  

Bei der Kollision zwischen einer Tupolew Tu-154 der Flugbereitschaft der Bundeswehr und einem amerikanischen Starlifter-Militärtransporter Lockheed C-141 kamen über dem Atlantik vor dem südafrikanischen Staat Namibia alle  33 Insassen beider Flugzeuge ums Leben.  

Kein Stoff für einen Sensationsbericht vor Traumschiffkulisse für Günter Miksch.

 

Er berichtet überaus sachlich über die Geschichte der beiden TU 154M, die noch ein Jahr vor der Wende für die Regierungsstaffel  der DDR in Marxwalde  geliefert  und nach dem gesellschaftlichen Umbruch in die Flugbereitschaft der Bundeswehr übernommen wurden. Die Maschinen sollten nach kurzem Einsatz als "Beamtenshuttle"  umgerüstet werden für den Einsatz im Rahmen der internationalen "Open Skies"-Verträge, sprich: sie sollten für militärische bzw. Umwelt-Überwachungsflüge beispielsweise mit Kameras von Zeiss Jena und Elektronik von Dornier ausgestattet werden. Zunächst die Tu-154M (11+2). 

 

Da in Kooperation die Elbe Flugzeugwerke mit Umrüstung und Einbau betraut waren, gehörten Techniker des Dresdner Unternehmens zur Besatzung der Maschine. Auch Günter Miksch.

IG Luftfahrt Dresden; Vortrag G. Miksch
| Gespannt schauen die Zuhörer in das Cockpit der Tu-154M|

Allerdings am 13. September 1997 ging der Dresdner Mechaniker Uwe Kätzel mit der insgesamt 10-köpfigen Besatzung an Bord.

Die Tu-154M (11+2) war erst vor ein paar Stunden gelandet.

G. Miksch berichtet von diesem Flug ans Polarmeer über Moskau zurück zum Sitz der Flugbereitschaft in Köln/Bonn und vom 'fliegenden Wechsel' der Crew; er hat die Tu-154 noch starten sehen.

Sie soll zwölf Marine-Angehörige zu einer Jubiläumsregatta nach Kapstadt fliegen. Außerdem sind zwei Frauen von Besatzungsmitgliedern an Bord.

Die Maschine hat ihr Ziel nie erreicht.

 

Zur Unfallursache verweigert  sich der ehemalige Flugzeug-Werker jedweden Spekulationen, eben sehr sachlich. Er bezieht sich auf Fakten. Dennoch hat der Vortrag die Zuhörer sehr bewegt.

 

|Brigitte & Dietmar.Otto|

 

Zum Vortrag G. Miksch in der IG Luftfahrt Dresden
Die Tu 154M ist "ein schmucker Vogel" für Günther Miksch | Foto: Wikimedia Commons: Fotomontage by Rekke 1996|

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